Aktuelles

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

gestern erreichte uns die Information aus dem Gesundheitsamt, dass ein Kind positiv getestet worden ist und nun die Eltern der Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes angerufen werden. Für diese Klasse gilt nun eine Quarantäne von 14 Tagen seit dem letzten Kontakt. Sie wird von der Klassleitung „auf Distanz“ beschult.

Ich möchte nachfolgend das Informationsschreiben des Gesundheitsamtes zur Verfügung stellen, damit die Vorgehensweise nachvollzogen werden kann:

Sehr geehrte Schulleiter/innen, Lehrer/innen und Eltern

Auch im neuen Schuljahr wird es immer wieder Corona-positive Schüler geben. Verständlicherweise ist die Aufregung in solche Situationen immer groß.

Damit alle Beteiligten in einem solchen Fall wissen, was zu tun ist und wie wir vom Gesundheitsamt Bad Tölz – Wolfratshausen vorgehen,  haben wir die wichtigsten Fakten zu Corona-Fällen und Kontaktpersonen zusammengefasst. Im besten Fall weiß dann jeder, was in den jeweiligen Situationen zu tun ist und fühlt sich im Umgang mit dem Thema „Corona“ in Schulen sicherer.

 

Antworten zum Umgang mit positiv getesteten Personen

  1. Wenn ein Kind positiv auf Corona getestet wird, bekommt das Gesundheitsamt die automatische Mitteilung des Labors. Daraufhin rufen wir beim Hausarzt an, erfragen die Telefonnummer der Person und rufen an. Wir ermitteln dann insbesondere den infektiösen Zeitraum, das heißt also den Zeitraum, während dem ein Kind andere Menschen anstecken konnte.
  2. Wenn ein Kind während der ansteckenden Zeit in der Schule war, muss die gesamte Klasse für 14 Tage in Quarantäne. Das hat das Kultusministerium so beschlossen und umfasst daher auch diejenigen Kinder, die zwar in derselben Klasse mit einem Positiven sind, aber keinen direkten Kontakt zu demjenigen hatten.
  3. Die Lehrer hingegen unterliegen den „normalen“ Regeln des Gesundheitsministeriums. Das heißt, bei den Lehrern wird wie bei allen anderen Fällen außerhalb von Schulklassen ermittelt, ob sie mit dem positiven Kind intensiven Kontakt hatten (z.B. ohne Mundschutz in einem kleinen Raum zum Gespräch über 15min). Wenn der Lehrer die Hygienevorschriften eingehalten hat, ist er keine Kontaktperson Grad 1 und muss daher nicht in Quarantäne. Zur Sicherheit werden natürlich alle Lehrer getestet.
  4. Alle Kinder, die mit einem positiven Kind in der Klasse waren, werden noch am selben Tag angerufen. Den Eltern wird mitgeteilt, wie lange das Kind in Quarantäne bleiben muss und wann der Abstrich für ihr Kind stattfindet. Diese Kinder gelten also als Kontaktperson Grad 1.

Umgang mit Kontaktpersonen

  1. Wer Kontakt mit einem Kind hatte, das als Kontaktperson Grad 1 in Quarantäne geschickt wurde, muss selber nicht in Quarantäne. Das heißt die Eltern und Geschwisterkinder von Kontaktpersonen gehen, wenn sie keine Symptome haben, ganz normal weiter zu Arbeit und Schule. Erst dann, wenn die Kontaktperson Grad 1 positiv getestet wird, muss ermittelt werden, mit wem dieses Kind Kontakt hatte. Dann wird der Kreis an Kontaktpersonen Grad 1 erweitert und es müssen wiederum neue Kinder bzw. Eltern unter Quarantäne gestellt und getestet werden.
  2. Wenn Ihr Kind in dieselbe Klasse geht wie das Geschwisterkind eines positiv getesteten Kindes, hatte Ihr Kind demnach nur Kontakt zu einer Kontaktperson. Somit muss keine Quarantäne eingehalten werden und auch kein Test gemacht werden. Sollte sich bei der Testung des Geschwisterkindes ergeben, dass es auch positiv ist, werden wieder sofort alle Kinder dieser Klasse informiert und in Quarantäne geschickt.
  3. Da es immer eine Zeit lang dauert, bis sich ein Kind angesteckt hat und bis es wiederum andere Kinder ansteckt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass in der Zeit, bis das Testergebnis der Kontaktperson Grad 1 da ist, sich das Virus unter den restlichen Kindern weiterverbreitet. In unserem Landkreis gab es bisher keine Infektionsketten innerhalb von Schulen, also keinen Schüler, der in der Schulzeit seine Klassenkameraden angesteckt hat.
  4. Immer wieder ärgern sich Eltern, wenn sie Kinder in einer Schule haben, in der ein Kind positiv getestet wurde und sie nicht kontaktiert werden. Das liegt daran, dass wir zuerst alle Kinder bzw. Eltern anrufen, die für den aktuellen Fall relevant sind und Priorität haben, also direkte Kontaktpersonen. Alle anderen werden anschließend über einen Elternbrief und eine Pressemitteilung informiert. Wer nicht angerufen wurde, dessen Kind befindet sich nicht in der betroffenen Klasse und muss sich daher an keine Maßnahmen halten. Die nicht betroffenen Kinder müssen auch nicht getestet werden.

 

Nachmittagsunterricht

Aufgrund der strengen Masken-Regelung findet bis 18.09.2020 kein Nachmittagsunterricht statt.

gez. S. Falkenhahn, Rin

Wichtige Informationen zum Schulbeginn aus dem Kultusministerium

  1. „Maskenpflicht“
    In den ersten beiden Unterrichtswochen des neuen Schuljahres (d. h. vom 07. September bis einschließlich 18. September 2020) gilt eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für alle auf dem Schulgelände befindlichen Personen – auch im Unterricht.
    Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte der Jahrgangsstufen 1 bis 4. Diese können im Klassenzimmer die Maske am Sitzplatz abnehmen.
    Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt auf dem gesamten Schulgelände.
    Ziel ist es, das Infektionsrisiko durch Reiserückkehrerinnen und –rückkehrer so weit wie möglich zu minimieren.
    Auch danach gilt auf dem Schulgelände eine allgemeine Maskenpflicht.
    Ob auch im Klassenzimmer weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss, richtet sich nach dem jeweiligen Infektionsgeschehen.
    Für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung oder spezifischem sonderpädagogischem Förderbedarf bestehen ggf. besondere Regelungen.

  2. Hygiene
    Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 sind
    o eine gute Händehygiene (Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden),
    o das Einhalten von Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch) und dazu
    o das Abstandhalten (mindestens 1,5 m)
    0 das Tragen eines Nasen-Mund-Schutzes

  3. Wenn mein Kind krank wird…
    An Grundschulen ist ein Schulbesuch bei leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber vertretbar, da Kinder im Grundschulalter wissenschaftlichen Studien zufolge eine geringe Rolle im Infektionsgeschehen spielen.

    An weiterführenden Schulen ist ein Schulbesuch möglich, wenn sich die Symptome 24 Stunden nach ihrem Auftreten nicht verschlimmert haben und insbesondere kein Fieber hinzugekommen ist.

    Zu beachten ist, dass Kinder und Jugendliche mit unklaren Krankheitssymptomen in jedem Fall zunächst zuhause bleiben und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen sollten.
    Kranke Schüler in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen , starken Bauch-schmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in die Schule kommen .

    Die Wiederzulassung zum Schulbesuch nach einer Erkrankung ist in erst wieder möglich, sofern die Schüler mindestens 24 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) sind. In der Regel ist keine Testung auf SarsCoV 2 erforderlich. Im Zweifelsfall entscheidet der Hausarzt bzw. Kinderarzt über eine Testung.
    Der fieberfreie Zeitraum soll 36 Stunden betragen.